Oliver Wejwar

Pop - Musical - Rock - Oper - Operette

Gesangspädagoge

GESANGSSTUDIO

Warum Gesangsunterricht und Sprechtraining?

 

Ganz einfach: Du brauchst Deine Stimme. Jederzeit und überall. Egal, ob Du beim Bäcker Deine Käsestange willst oder mit Deiner Mama telefonierst. Unser Instrument Kehlkopf begleitet uns den ganzen Tag. Die Knorpel und Muskeln in Unserem Hals tun das in einem präzisen Zusammenspiel, Du merkst normalerweise nicht, dass sie ständig arbeiten- selbst wenn Du isst.

 

Plötzlich musst Du aber eine Powerpoint- Präsentation halten oder in Deinem neuen Engagement eine acht Show Woche meistern, gehst mit Deiner Band auf Tournee oder gibst als Call Center Agent sieben Stunden lang Informationen über Flugtarife.

Jeder Mensch, der seinen Kehlkopf am Tag länger als fünf Stunden benutzt, gilt als professioneller Stimmnutzer. Da kann es schon Mal passieren, dass der Kehlkopf „unter Druck“ gerät. Schwellungen der Stimmbänder, ständiges Räuspern, Schleim und Heiserkeit sind oftmals die Folge von dauerhaft falschem Stimmgebrauch.

 

Um dem vorzubeugen und ein müheloses und langfristig gesundes Singen und Sprechen zu ermöglichen, gibt es Gesangs- und Sprechunterricht.

Was macht man überhaupt im Gesangsunterricht?

 

Gesangsunterricht ist kein Hokus- Pokus. Es ist vielmehr das Erlernen einer gesunden Kontrolle über verschiedene Strukturen in unserem Instrument (Stimmbänder, Taschenfalten, Schild-und Ringknorpel, Rachenwand, weicher Gaumen, Zunge) und deren Beziehung zu unserem Körper, bzw. die Funktion unseres Körpers in Beziehung zu unserem Instrument. Wenn wir die Zusammenhänge verstehen, ist es möglich, unser Instrument präzise zu trainieren und zu benutzen- egal in welchem Style.

 

Wir haben das Glück, dass es in der Stimmforschung in den letzten Jahren große Fortschritte gegeben hat und daher ganz neue Möglichkeiten, das Instrument besser zu verstehen, entstanden sind.

 

So wie kein Mensch dem anderen gleicht, klingt auch jede Stimme unterschiedlich. Jeder Mensch hat dabei andere Stärken und Schwächen in seinem Instrument oder Körper. Zudem ist jeder Tag anders. Die Stimmungslage spielt ebenso eine Rolle wie die tägliche körperliche Verfassung.

 

In meinem Unterricht lege ich an erster Stelle Wert darauf zu erkennen, was meine Student/innen gerade brauchen. Jeden Menschen da abzuholen, wo er gerade ist und individuell zu arbeiten empfinde ich ebenso wichtig, wie das Schaffen einer geborgenen und offenen Atmosphäre, in der bestmöglich gearbeitet werden kann. Ich bin davon überzeugt, dass man sich unter Druck und Stress niemals so entfalten kann, wie in einem entspannten und humorvollen Rahmen.

 

Crosstraining

 

Wir können mit unserer Stimme sehr vielseitig umgehen. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns nicht auf ein Genre oder einen Style begrenzen lassen. Studien haben gezeigt, dass es Pop-und Rocksängern sehr gut tut, auch mal an einer Arie zu arbeiten und Opernsänger auch belten lernen sollten, um möglichst optimale Fortschritte zu erzielen. Im Genre Musical muss man diese Bandbreite ebenfalls zeigen, wenn man sowohl für „My Fair Lady“ als auch für „We will rock you“ eingesetzt werden möchte. Ich finde es sehr wichtig, stets neugierig an seinem Instrument zu arbeiten und oftmals plötzlich Dinge machen zu können, die fern und unmöglich schienen.

 

Songinterpretation

 

Das Anwenden der Stimmkontrolle und die Verbindung mit den Emotionen (Acting Dimension)- das passiert bei der Songinterpretation. In meinem Unterricht lege ich sehr viel Wert darauf, dass man einen Song nicht nur glaubhaft performt, sondern auch fühlen lernt.

Als Musicaldarsteller kenne ich die Probleme beim Verbinden der Schnittstellen und achte sehr sorgfältig darauf, dass der Song oder die Arie eine Geschichte erzählt und dass man sich bei seiner Performance optimal präsentiert.

 

Was macht man im Sprechtraining?

 

Wir können sprechen. Allerdings gibt es unterschiedliche Situationen, in denen wir überzeugend und selbstbewusst auftreten müssen. Am Rednerpult, bei der Powerpoint- Präsentation oder dem Referat in der Schule, beim Vortrag des Plädoyers oder beim Vorstellungsgespräch. Jeder kennt das plötzlich einsetzende Trockenheitsgefühl im Mund oder das Dauerräuspern wenn man nervös ist.

Im Sprechtraining lernen wir nicht nur, unseren Vortrag optimal zu präsentieren und somit in Erinnerung zu bleiben- wir lernen auch, was wir aktiv für unsere Stimme tun können, wenn wir aufgeregt und nervös sind.

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